Schlagwörter:

Bibelkochen 4.0

47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. 48 Ich bin das Brot des Lebens. 49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. 50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. 51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt. 52 Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. 55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. 59 Das sagte er in der Synagoge, als er in Kapernaum lehrte.

Johannes 6

Beim ersten Lesen des Textes wusste ich, dass ich diese Zeilen in einem Bibelkochen präsentieren möchte. Die Bibelstelle ist extrem dicht und es finden sich darin wahnsinnig viele Motive und Bezüge – so etwas macht mir immer Spaß! Auch theologisch finde ich diesen Text sehr spannend und ich war gespannt, wie sich das dann am Tisch entfaltet.

Wie immer, erstmal ein einfacher Start. Meine Gäste sollen ankommen, sich unterhalten, wohlfühlen und kennenlernen.


Der nächste Gang war ein spannender Einstieg in das eigentliche Menü. Bitterkräuter, Brotcreme aus Sauerteigbrot und ungesäuertem Brot, sowie Wermut und Essig stellen spannungsreiche Kombinationen dar, denen man sich langsam nähern muss. Auch der Bibeltext steigt spannungsreich ein: Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. – Joh. 6,49+50

Danach wird es kulinarisch einfacher. Kartoffel-Sellerie-Suppe mit Mais und Schnittlauch. Dazu im Erlenfurnier gegarte heimische Forelle. Thematisiert wurde das in die Welt gekommene Brot des Lebens, sowie die Frage des Nikodemus, die immer wieder im Hintergrund des Bibeltextes steht: Was muss ich tun, um ewig zu leben?


Der Hauptgang ist sicher der Höhepunkt. Lammhaxe und Lammkottlet an Rotweinsauce. Dazu Lahmancun und Shakshuka. Viele Symbole fallen hier ineinander und greifen, wie schon zuvor, immer wieder die Elemente des Sederabends auf.

Käse ist für mich immer ein Beziehungsthema. Käse muss gepflegt werden und das erste Lebensmittel was wir zu uns nehmen ist die Milch unserer eigenen Mutter. Der Gang geht an den Anfang zurück. Das Charosset, ein Mus aus Äpfel, Feigen, Datteln und Wein lässt wieder das Passamahl anklingen, wo dieses Gericht die Ziegel während der ägyptischen Gefangenschaft thematisiert.


Mango, Ananas und Physalis als exotische Früchte bringen Spannung und runden den Nachtisch ab. Milch und Honig, sowie die Lotuswurzel spielen auf Verheißung und ewiges Leben an.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. – Joh. 6,54

Beim gemütlichen Zusammensitzen nach dem Essen wurde nochmal über die Elemente der einzelnen Gänge gesprochen und der Abend konnte bei einem letzten Glas gutem Wein ausklingen. Danke an alle, die dabei waren und mir das ermöglicht haben! Ein besonderer Dank gilt meiner Frau, die mich an diesen Tagen besonders unterstützt hat!
Außerdem möchte ich meinem Herrn Jesus Christus Danken, für all den Überfluss, seine Gnade und Güte! Und so soll jeder Teller der meine Küche verlässt ein Lobpreis auf den sein, der alles geschaffen hat. Danke!