Gulasch

Saisonal kochen im Februar

  • Kochen

Unsere Gutshofküche wird im Februar noch nicht im Hochbetrieb stecken. Und vielleicht ist das auch ganz gut so. Nicht nur weil der Februar und andere Wintermonate für mich eine besondere Herausforderung in der Küche sind. Insbesondere wenn es darum geht, saisonal zu kochen.

Saisonales Kochen: Gulaschsuppe im Februar

Entschleunigung

Auch über die Frage nach saisonalen Zutaten hinaus, ist es vielleicht gut, wenn es noch etwas ruhiger zugeht.
Wir können weiter hier auf dem Gutshof alles einrichten und werden in der Küche noch einige Umbauten vornehmen, sodass in Sachen Lagerhaltung und Zubereitung die Plätze besser genutzt werden können.

Auch beim Essen geht es diesen Monat sehr gemütlich zu. Zeit zu haben ist ja auch etwas Gutes. Deshalb möchte ich euch ein Gericht aus der Gutshofküche vorstellen, dass für mich wirklich Winterküche ist. Die Gulaschsuppe. Ich koche gerne gehaltvolle Suppen und wenn man im Winter saisonal kochen möchte, bieten sich solche hervorragend an. Das wärmt den ganzen Tag die Küche und dann bei Tisch auch von innen. Mit selbstgebackenem Brot schmeckt eine kräftige Suppe sogar noch besser.

Saisonales Gemüse

Gulaschsuppe hat bekanntlich viele Gesichter. Ich bin der Meinung, dass viel Gemüse in eine kräftige Suppe gehört. Die Basis bilden Zwiebeln und Wurzelgemüse aus der Region. Dazu gesellt sich Kartoffel und Lauch. Fleisch, nach belieben mager oder durchwachsen, gibt die nötige Würze dazu. Selbstverständlich sind der Gemüseauswahl keine Grenzen gesetzt und auch beim Fleisch lässt sich wunderbar variieren. Keine Suppe wird wie die andere schmecken!

Die meisten Februar-Gemüse lassen sich in diesem Rezept verarbeiten. Sellerie, Steckrüben, Kartoffeln aus Lagerware, Pastinaken, Bete, Petersilienwurzel. Vieles was unter der Erde wächst und gewachsen ist. Außerdem die bunte Vielfalt an Kohl. Grünkohl, Rosenkohl, Rotkohl oder Weißkohl. Wer es etwas ausgefallener mag, schneidet Schwarzwurzel in die Suppe. Ich habe folgendes Rezept gewählt:

Saisonal kochen – das Februarrezept

Für einen großen Topf
Dauer: ca. 3 Stunden

  • 2-3 EL Tomatenmark
  • 4-8 Zwiebeln, je nach Größe
  • 4 Karotten
  • 2 Pastinaken
  • ¼ Stück vom Sellerie
  • 4-8 Kartoffeln
  • 2-3 Stangen Lauch
  • 600g Rinderbraten vom Metzger des Vertrauens

Ich erledige vor Beginn immer zuerst alle Schnippel-Arbeiten für den ersten Arbeitsschritt: 

Die Zwiebeln schälen und grob würfeln. Das Wurzelgemüse waschen, schälen und ebenfalls grob würfeln. Den Rinderbraten in kleine Würfel schneiden.

Das Fleisch in einem großen Topf kräftig anbraten. Am besten auf zweimal, sodass das Fleisch nicht im eigenen Saft vor sich hin köchelt. Das Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.

Das Wurzelgemüse und die Zwiebeln kräftig anbraten. Tomatenmark hinzugeben und etwas Wasser zum Ablöschen bereitstellen. Richtig kräftig Farbe nehmen lassen und mit einem kleinen Schluck Wasser ablöschen. Bodensatz immer wieder lösen und das Gemüse bewegen. Erneut reduzieren und Farbe nehmen lassen. Wieder Ablöschen. Wiederholen bis sich eine schöne, braune Farbe gebildet hat.

Fleisch zugeben und so viel Wasser zugeben, dass alles gerade so bedeckt ist.
Etwa zwei Stunden auf niedriger Stufe ziehen lassen.

Die Kartoffeln schälen und kleinschneiden. Zugeben, gegebenenfalls noch etwas Wasser zugeben, aufkochen und etwa 30 Minuten ziehen lassen. Den Lauch waschen und in Ringe schneiden. 15 Minuten vor Ende hinzugeben.

Mit Salz abschmecken und nach belieben würzen.
Ich verwende gerne etwas gerauchten Chili für den Pep, ein wenig Liebstöckel, Majoran, etwas Bohnenkraut und Pfeffer. Muskatnuss oder aber Afrikanischer Langer Pfeffer bringen eine gewisse Spannung mit ins Aromen-Spiel.

Das wichtigste bei solchen Suppen ist viel Zeit und gute Lebensmittel.